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Aufruf zur gemeinsamen Manipulation des CHE-Rankings

Aufruf der Fachschaft zur Manipulation des CHE-Rankings.

Fachschaft der Technischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ruft zur Manipulation des CHE-Rankings auf

Die Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität haben sich auf der Vollversammlung vom 21. November 2012 dafür ausgesprochen, aus dem CHE-Ranking auszusteigen[1]. Das Centrum für Hochschulentwicklung führt seit 1998 ein Hochschul-Ranking durch. Dieses Ranking wird im Studienführer der Zeitung "Die Zeit" veröffentlicht. Ziel des CHE-Rankings ist es, fächerspezifisch Hochschulen zu vergleichen um so den Studienanfänger*innen die Wahl der Hochschule zu erleichtern. Jedoch gibt es immer wieder Kritik an der Methode des CHE-Rankings.

So sind bereits die Schweiz[2] und Österreich[3] aus dem CHE-Ranking ausgestiegen. Auch die DGS, die Deutsche Gesellschaft für Soziologie, kritisiert das Ranking, u.a. werden "gravierende methodische und empirische Mängel" festgestellt, zudem würden den Studierenden wesentliche Informationen vorenthalten. Eine Forderung der DGS lautet z.B.: "Die DGS appelliert an wissenschaftspolitische Entscheidungsträger auf Hochschul- und Ministeriumsebene, sich bei ihren Überlegungen und Interventionen zur Weiterentwicklung des Fachs Soziologie an seinen verschiedenen Standorten nicht länger auf Einschätzungen und Informationen zu stützen, die aus dem CHE-Ranking hervorgehen."[4]. Der Verband der Historiker Deutschlands (VHD) hat sich ebenfalls bereits im Jahr 2009 gegen die Teilnahme am CHE-Ranking ausgesprochen und diesen Beschluss im Jahr 2012 erneuert[5]. Auch die Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)[6] und die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)[7] haben sich gegen das CHE-Ranking positioniert. Zudem sind bereits viele deutsche Hochschulen ausgestiegen.[9][10]

Am 29. Mai 2013 wurde über den studentischen Antrag zum Ausstieg aus dem CHE-Hochschulranking im Senat der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg abgestimmt. Der Antrag wurde abgelehnt, das Rektorat möchte sich nur noch "in Zukunft auf politischem Wege für eine Verbesserung des CHE-Rankings einsetzen"[8]. Wir gehen davon aus, dass sich durch dieses Vorgehen nichts an der Methodik des CHE-Rankings ändern wird, da sich auch durch die massive Kritik bisher nicht viel geändert hat.

Die Fachschaft der Technischen Fakultät teilt die Kritik an dem CHE-Ranking. Insbesondere zu nennen sind hierbei neben gravierenden methodischen und empirischen Mängeln das undurchsichtige Auswahlverfahren sowie die geringe Fallzahl. Die Bewertung der Hochschulen durch eine Ampel (grün, gelb und blau) ist für eine Bewertung durch Studienanfänger*innen viel zu kurz gedacht und wird einer wichtigen Entscheidung wie der Wahl der Hochschule nicht gerecht. Das CHE-Ranking suggeriert somit für eine komplexe Frage eine einfache Antwort zu haben - eine Ampel!

Aufgrund der Entwicklung im Senat hat sich die Fachschaft dazu entschlossen, das CHE-Ranking zu boykottieren. Aus diesem Grund rufen wir alle Studierenden der Technischen Fakultät dazu auf, sich an die Fachschaft zu wenden, wenn sie zu der Teilnahme an der Erhebung der Daten für das CHE-Ranking aufgefordert werden. Gemeinsam sollen die Daten so manipuliert werden, dass aus den einzelnen Fragebögen nicht nachvollziehbar ist, wer an der Manipulation teilgenommen hat. Durch vorgefertigte Bewertungen zu den einzelnen Fragestellungen möchten wir das Ranking der Studiengänge der Technischen Fakultät künstlich AUFwerten. Unser Ziel ist es insbesondere, dass die Technische Fakultät im CHE-Ranking nicht mehr erscheint.

Studieninteressierte sollten sich bei solch einer wichtigen Entscheidung nicht nur von einem einzigen Ranking leiten lassen, sondern sollten Informationen noch aus anderen Quellen beziehen. Durch die hohe Verbreitung und die offensive Bewerbung des CHE-Rankings durch "Die Zeit" besteht die Gefahr, dass sich Studienanwärter*innen durch diese undurchsichtige Information leiten lassen.

Insbesondere Aktionen wie der Tag der offenen Tür an der Technischen Fakultät bieten viel bessere Möglichkeiten, die Arbeit der einzelnen Lehrstühle und die Arbeit der gesamten Fakultät / des gesamten Fachbereichs besser kennenzulernen. Weiterhin könnte die Kommunikation mit Fachschaften und anderen Studierendengruppen, sowie eine kompetente Studienberatung, die auch bei der Auswahl der Hochschule behilflich sein kann, sinnvolle Informationsquellen bieten.

Zudem erhoffen wir uns eine Signalwirkung und rufen weitere Institute dazu auf, aus dem CHE-Ranking auszusteigen. Gerade an einer Universität sollte ein Ranking mit gravierenden methodischen Mängeln keinen Platz haben.

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[1] https://www.u-asta.uni-freiburg.de/Members/vorstand/cheausstiegvv211112/view, abgerufen am 08.12.14

[2] http://derstandard.at/2729408, abgerufen am 08.12.14

[3] http://derstandard.at/3002680, abgerufen am 08.12.14

[4] http://www.soziologie.de/de/nc/che.html, abgerufen am 08.12.14

[5] http://www.historikerverband.de/fileadmin/_vhd/pdf/Stellungnahme_des_VHD_zum_CHE_2012-8-16.pdf, abgerufen am 08.12.14

[6] http://www.dgfe.de/fileadmin/OrdnerRedakteure/Stellungnahmen/2012_CHE-Ranking_DGfE.pdf, abgerufen am 08.12.14

[7] https://www.gdch.de/service-information/nachricht/article/gdch-zum-che-ranking.html, abgerufen am 08.12.14

[8] https://www.u-asta.uni-freiburg.de/politik/pms/pm-2013/2013-06-03/, abgerufen am 08.12.14

[9] http://www.zeit.de/studium/hochschule/2012-09/uni-hamburg-ranking, abgerufen am 08.12.14

[10] http://www.studis-online.de/HoPo/art-1451-ranking-ausstieg.php, abgerufen am 08.12.14

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